Sonntag, 7. Dezember 2008
„Ich denke, dass die kulturellen Kontraste zwischen Ungarn und Österreich nicht allzu groß sind, was vermutlich auf die Zeit der Donaumonarchie zurückzuführen ist. Dennoch gibt es einige auffallende Unterschiede wie zum Beispiel der Stellenwert der Familie beziehungsweise die Rolle der Geschlechten in der Gesellschaft. Auch in der Ausprägung des Nationalismus weichen die beiden Länder voneinander ab.Sowohl Ungarn als auch Österreich haben „ihre” Klischees, die für spezielle Zwecke bedient werden. In dem einen Land sind es die Berge, im anderen gleich das „Paprika Csárda”-Hotel kurz nach der Grenze bei Hegyeshalom. Dennoch gibt es natürlich gastronomische Diversitäten, um noch ein mal auf den Paprika zurückzukommen, der tatsächlich starken Einsatz in der ungarischen Küche findet. Auch dem Klischee, der zu fettigen und schweren Gerichte ist ein österreicher Magen sehr wohl auch häufig in der Realität ausgesetzt. Dennoch sind meine persönlichen Erfahrungen mit dem Land vorwiegend positiv. Es gelingt schnell Kontakte zu knüpfen – vielleicht sogar schneller als in Österreich – da viele der Ungarn freundlich und offen sind und man sich bald wie zu Hause fühlen kann.”
Ich habe noch ein ungarisches Mädchen befragt, das noch nie in Deutschland war und auch die Sprache nicht gelernt hat. Sie heißt Júlia und ist 21 Jahre alt.Ihr sind sehr viele typische Klischees eingefallen, wie zum Beispiel: FC Bayern München, Oktoberfest, Bier, distanzierte Menschen, reiches Land, Autoindustrie, Günter Grass, Thomas Mann, Konrad Adenauer, Amgela Merkel.
Fazit:
Ich stimme Waltraud zu, dass die Ungarn sehr schnell Kontakte knüpfen und sehr freundlich sind, natürlich gibt es Ausnahmen.Der Paprika ist aus der Sicht der Ausländer sogar „das Symbol” des Landes. Die Unterschiede sind zwischen den beiden Ländern nicht so auffallend, weil Österreich und Ungarn für eine lange Zeit einen einheitlichen Staat bildeten.Ich meine, dass jedem diese typischen Klischees einfallen würden, wenn er an Deutschland denkt. Solange ich keinen engeren Kontakt mit der deutsche Sprache hatte, verband ich auch diese Klischees mit Deutschland.
Samstag, 6. Dezember 2008
Interview
Was, bzw. welche Klischees fallen euch ein, wenn ihr an Ungarn denkt?
Christian: Gastfreundschaft, Gulasch, großartige Frauen… Porno, Palinka, Paprika.
Anna: OK… typische ungarische Klischees… Es wird viel Gulasch, viel Salami und Fleisch gegessen. Die Autofahrer in den Bussen fahren wie Bekloppten, hier sind sehr viele hübsche Frauen, in der Stadt sind sehr viele schöne Gebäude im Jugendstil… die Donau fließt hier durch…
Die Frauen in den Klubs sind sehr freizügig, also Brüste raus…kurze Rock. Die Leute sind aber sehr freundlich, also die Mentalität ist anders, die Leute sind ein bisschen lockerer auf jedem Fall, und wenn du irgendwie Hilfe brauchst, dann erklären die alle ganz gerne den Weg, oder helfen sie irgendwie weiter. Ich muss also sagen, ich bin sehr begeistert, gefällt mir hier sehr gut.
Fazit
Ich denke, die ungarischen Klischees sind nicht immer korrekt, sie können leicht ein verführendes Bild zeigen, oder besser ausgeprägt sind sie grundlegend vielleicht richtig, sind aber nur ein kleiner Teil des Ganzen.
Klischees sind typische Eigenschaften, die ein Volk, eine zusammengehörende Gemeinschaft in großen Zügen charakterisieren können. Die einzelnen Personen darf man aber meiner Meinung nach nicht aufgrund dieser Eigenschaften beurteilen. Ich denke, dass Klischees nur ein Wert von dem Richtungsgabe tragen, und kein allgemeines Wissen, kein Grundwissen bedeuten. Sie können aber sehr viel sagend sein.
Ich denke, wenn man ein vollständiges Bild erhalten haben möchte, soll eher auf eigene Erfahrungen bauen, sie sind zwar auch subjektiv, darauf kann man sich vielleicht doch ein bisschen mehr verlassen.
Das Café – (französisch für Kaffee, von arabisch qahwa) ist ursprünglich eine Gaststätte, in der unter anderem Kaffee angeboten wird (deutsch auch Kaffeehaus). Die Kaffeehaustradition hat sich vor allem in Wien als Wiener Kaffeehaus erhalten
Die ersten Kaffeehäuser:
- Mekka unter der Bezeichnung "Kaveh Kanes"
- Aden
- Medina

- Kairo
Mit der Eröffnung des ersten Kaffeehauses in der Hauptstadt Istanbul erreichte diese Institution erstmals den europäischen Kontinent.
1647 (soweit es sich feststellen lässt) wurde das erste Kaffeehaus in Venedig unter den Arkaden des Markusplatzes gegründet.
1650 wurde das erste Kaffeehaus in Oxford eröffnet.
1652 wurde in London unter dem Namen „Virginia Coffee-House“ ein weiteres Café gegründet.
Die ältesten heute noch bestehenden Kaffeehäuser sind angeblich das „Café Procope“ in Paris und das Café „Zum Arabischen Coffe Baum“ in Leipzig.
Getränke (außer Kaffee)

Spezialitäten wie Kakao, Tee, Schokolade, Mineralwasser, Schnaps und Wein
Speisen
belegte Brote, Würstel, Eierspeisen, frisches Gebäck, etwa Salzstangerl, Weckerl, Mürbe, Laberl, Brioche oder Butterkipferl, Millirahmstrudel, Topfenstrudel und Apfelstrudel
Funktion des Kaffeehauses:
- In Budapest sind die Wohnungen sehr klein → ein Ort, wo man sich zu Hause fühlen kann
- Erfüllung der Rolle des Wohnzimmers
- In dem früheren Ungarn erfüllte das Kaffeehaus eine wichtige Rolle in dem Literaturleben
Ein Kaffeehaus muss sein...
- Gemütlich vor allem
- Ort der Augen → früher an der Ecke
- Viele große Fenster
- Es muss die Möglichkeit anbieten, arbeiten zu können → heute ist jeder in Eile
- Kein Zwang ständig zu konsumieren
- Paris ist Hochburg von Cafés aber nicht von Kaffeehäuser
Kaffeehäuser in Wien:
1) Allgemeines
- heute bildet auch ein wichtiges Stück Wiener Tradition
- die Kaffeehauskultur hat eine sehr wichtige Bedeutung in Wien
- zum Kaffee serviert der Kellner immer Wasser
- im Wiener Kaffeehaus sagte man früher „Herr Ober!“ (heute ist es schon nicht so typisch)
- ein Kellner trägt immer schwarze Kleidungsstücke
2) Typische Kaffee-Zubereitungsarten
- Schwarzer oder Mokka (=Espresso)
- Kleiner und großer Brauner
- Schale Gold
- Verlängerter
- Melange
- Franziskaner
- Kapuziner (ähnlich wie Cappuccino oder Caffé Latte)
3) Bekannte Wiener Kaffeehäuser
- in Wien gibt es mehr als 1000 Cafés
Die bekanntesten sind:
- Café Central (wie in Budapest)
- Café Hawelka
- Café Landtmann
- Café Prückel
- Café Museum (in Budapest gibt es auch)
- Café Eiles
- Kaffee Alt Wien
Internationale Kaffeehaus-Ketten
· Sie sind immer populärer unter den Jugendlichen und Touristen
· Einige von diesen Kaffeehaus-Ketten sind schon auch in Ungarn erschienen.
· Die größte Kette der Welt ist Die Starbucks Corporation
· Informationen über Starbucks: 3-4 neue Geschäfte werden pro Tag eröffnet
mehr als 7500 Geschäfte in der Welt
Starbucks in der Popkultur (Simpsons, Filme)
· weltweit einheitliche Produkten, Eigenkreationen
· gleiche innere Struktur und gleiches Aussehen der Geschäften
Stadtführung in Budapest

Einleitung von Zsófi
In unserer Stadtführung bekommt größere Betonung die Visualität, um die Unterschiede zwischen den U-Bahnen besser sehen zu können.
Die Metro Budapest ist das U-Bahn-System der ungarischen Hauptstadt. Die Millenniums-U-Bahn (Linie 1) ist nach der London Underground die zweitälteste U-Bahn in Europa und wurde anlässlich der Millenniumsfeiern zur tausendjährigen Landnahme der Ungarn
Jahrzehnte später kamen noch zwei mit Hilfe der Sowjetunio gebaute Linien dazu (M2, M3), die im Gegensatz zur M1 auch nach ihrem Bau stark erweitert wurden. Derzeit befindet sich eine vierte U-Bahnlinie (M4) in Bau und eine fünfte (M5) in Planung. Das Gesamtnetz der Budapester Metró ist derzeit
Einziger Kreuzungspunkt der Linien ist die Station Deák Ferenc tér im Zentrum der Stadt.
Linie M1 – von Edina
1893 bemühten sich die Budapester Elektrische Straßenbahngesellschaft (abgekürzt BVVV) und die Budapester Pferdebahngesellschaft (abgekürzt BKVT) um eine gemeinsame Konzession für eine Straßenbahn auf der vollendeten Straße Andrássy út, die jedoch abgelehnt wurde. Daraufhin schlug der Generaldirektor der BVVV Mór Balázs vor, das schon 1894 eingereichte Projekt der Firmen Siemens & Halske un der BVVV für eine Untergrundbahn unter der Andrássy út zu realisieren. Dies erwies sich als sehr günstig, da die Stadtverwaltung bereits die Feiern zur 1000-Jahr-Feier der Staatsgründung Ungarns plante. Diese sollten im Városliget stattfinden. Die Beförderung der zahlreichen Veranstaltungsgäste war jedoch ein noch ungelöstes Problem, und so kamen die U-Bahn-Pläne gerade richtig. Siemens & Halske warben damit, dass die Untergrundbahn die erste des europäischen Kontinents wäre und der Stadt einen moderneren Charakter geben würde. So wurde beschlossen, die Untergrundbahn bis zu den Jubiläumsfeierlichkeiten fertigzustellen.
Nach dem Vorbild der London Underground wurde die Linie im Ungarischen Földalatti bennant (die Unterirdische).
Schließlich beauftragten die beiden Budapester Verkehrsgesellschaften das deutsche Unternehmen Siemens & Halske mit der Bauausführung. Die erste Phase der Bauarbeiten begann am 29. Dezember 1894. Bereits konnte die Strecke am 2. Mai
Nach der Eröffnung der heute so genannten Milleniums-Linie zwischen Gizella tér und Artézi fürdő besichtigte der damailge österreischische Kaiser und gleichzeitige ungarische König Franz Joseph I. die Untergrundbahn. Der Kaiser, der an der Station Gizella tér einstieg, fuhr mit einem eigens für ihn hergerichteten Wagen bis zur Endstation, um die U-Bahn komplett zu besichtigen. Zu Ehren erhielt er von der Verkehrsgesellschaft ein ausgeschmücktes und prächtiges U-Bahn-Ansichtsalbum.
In den Jahren 1970 bis 1973 erfolgte eine grundlegende Sanierung der "kleinen U-Bahn", wobei besonders der Denkmalschutz beachtet wurde. Ebenfalls wurden komplett neu entwickelte Züge eingesetzt, die eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde erreichten und acht Achsen besaßen. Diese werden auch heute noch genutzt. Im Gegensatz zu den Wagen der Linien M2 und M3, bei denen die Fahrzeuge in dunklen Blautönen gehalten sind, fahren auf der M1 gelbe Züge. Im Innenraum ist das schmalere Profil der kleinen U-Bahn deutlich zu spüren. Es sind nur wenige Sitzplätze vorhanden und die Wagen sind sehr schnell überfüllt.
Nur bei der M1 ertönt ein lautes Abfertigungssignal. Mit Ausnahme einiger Züge, in denen die Stationen angezeigt werden, erfolgen nur Stationsansagen, die auf der Milleniums-U-Bahn mit einem einprägsamen Glockenlaut eingeleitet werden.
U2 – von Zsanett
Es wurde nach dem zweiten Weltkrieg in Budapest geplant, eine zweite (und noch mehrere) U-bahn Linien zu bauen, denn der Zahl der Bevölkerung wuchs ständig. Die zweite Linie sollte Ost und West, also Pest und Buda verbinden. Sie sollte neun Stationen haben und von Déli pályaudvar(= Südbahnhof) bis Népstadion führen.
Mit dem Bau wurde 1950 begonnen, aber 1953 kam die Weltwirtschaftskrise und man musste die Bauarbeiten abstellen (stoppen).
Nur 1963, also zehn Jahre später gelang es, mit dem Bau zu fortschreiten, und zwar mit sowjetischer Hilfe und deswegen nach sowjetischem Vorbild. Deswegen wurde die U2 in 60 Metern Tiefe gebaut, was im Vergleich zu anderen U-bahnen eine ziemlich große Tiefe ist.
Inzwischen wurde die Plan geändert, und die Linie von Népstadion bis Örs vezér Platz mit zwei Stationen verlängert. Zwischen Blaha Lujza Platz und Deák Ferenc Platz kam noch zusätzlich die Station Astoria hinzu, nach dem Name der dort b
efindlichen beliebten Hotel.
Im Jahre 1970 gelang es endlich, die U2 von Südbahnhof bis Deák Ferenc Platz in Betrieb zu nehmen. Sie wurde schon damals von 250 000 Passagiere pro Tag benutzt.
Zwei Jahre später war die ganze Linie fertig, und hatte 500 000 Passagiere pro Tag.
Aber die Stationen sahen nicht besonders schön aus: nach dem sowjetischen Muster hatten sie an Marmor erinnernde grauweiße Außenanschnitt und die lange Sitzreihen waren beliebte Schlafplätze der Obdachlosen.
Zwischen 2004 und 2007 wurde die U2 komplett saniert (renoviert), was vor allem bedeutete, dass die Stationen optisch aufgewertet (verschönert) wurden.
Im Jahre 2004 wurde auch die kommunistisch klingende Name der Népstadion in Stadionok umgeändert.
Es ist noch geplant, dass die Züge aus sowjetischem Produktion 2009 durch fünfteilige, voll durchgängige Alstom Züge abgelöst werden. Damit wäre die U2 vollkommen modernisiert.
U3... von Deák bis Kálvin (von Kata)
Und jetzt sind wir an einem echten M3 Station und die ganz unterschiedliche Stimmung fühlt man sofort. Nämlich Linie M3 strahlt keine Nostalgie aus (wie M1), ist nicht neu repariert (wie M2), sondern trägt die Merkmale der Zeit, wann es gebaut wurde: 1970-1990.
Die letzte Strecke wurde zwischen Árpád híd und Újpest központ im Jahre 1990 fertig gebaut, damit beendeten die Bauarbeiten. Aber wenn man der ursprünglichen Plänen gefolg hätte, hätte die U-Bahn ganz bis Káposztásmegyer fahren, aber sie wurden natürlich nicht verwirklicht.
Ohne Káposztásmegyer ist doch diese U-Bahn mit ihre zirka 18 km lange Linie die längst
e U-Bahnlinie in Budapest.
Einige Zahle möchte ich noch mitteilen, die sich auf U3 sich beziehen:
- Maximalgeschiwindigkeit: 80 Kilometer pro Stunde
- tägliche Passagierzahl: zirka 620.000
- längste Strecke : zwischen Határ út und Kőbánya-Kispest
- kürzeste Strecke: zwischen Deák Ferenc tér und Ferenciek tere
Schließlich machen wir eine kleine Analyse und sammeln Erfahrungen, was alles für die innerliche Einrichtung des Zuges von U3 typisch sind.
Das Ergebnis fassen wir am Kálvin Platz zusammen: viele Werbungen, alleinstehende, oft vergrämte Passagiere, Schmutz, aber auch Stadtkarte über die mögliche öffentliche Verkehrsmittel an der Wände usw.
Dann kommen noch einige Informationen über U4.
Metro 4 - erzählt von Zsófi
Diese Linie ist die erste ungarische U-Bahn, die vollautomatisch und fahrerlos ist. Linie M4 wird für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Km/Stunde und einen U-Bahn-Takt von 90 Sekunden vorbereitet. Grob gesehen führt diese 7,4 Km lange Linie unter der Donau hindurch und verbindet komplett unterirdisch die Stadtteile Kelenföld und Rákospalota (Bosnyák tér).Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Freitag, 5. Dezember 2008

Ein Ungar, Balázs (31) über Deutschland
Das deutsche Volk wird von den anderen Nationen als präzise, pünktlich und ordnungsliebend eingeordnet.
Die äusseren Merkmale der deutschen Leute sind, dass die meisten blond, blauäugig und gross sind.
Es gibt kaum ein Land wo es so viele verschiedenen Dialekte gibt wie in Deutschland.
Die Deutschen reisen sehr oft und gerne, ihr beliebetes Reiseziel ist Mallorca. Nirgendwo auf der Welt gibts es so viele Vereine wie in Deutschland. Der Fussball ist für sie der wichtigste Sport.
Die Deutschen bevorzugen deftige Speisen. Sie mögen Süssigkeiten auch sehr gern. Als Getränk Bier zu jeder Zeit an jedem Ort.
Die Filmindustrie für sie ist auch sehr wichtig. Viele Preise werden in Deutschland vergeben, Zbs.: die goldene Kamera, der Echo die goldene Henne...
Eine der wichtigsten deutschen events ist die Berlinale.
Im Oktober findet das weltberühmte Oktoberfest statt wo sehr viel Bier getrunken wird und es wird richtig gefeiert.
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