Montag, 8. Dezember 2008

Der Film läuft..

Das erste Kino in Pest


Ein Unternehmen projiziert an dem Leintuch im Fenster das nebenan liegende Gebäude Werbungsbilder. 10-15 Bilder werden von einem Laufbild gefolgt, das Publikum ist erstaunt. Die Laufbilder, die amerikanische und französische Produkte sind, zeigen amüsante, groteske Szenen, dessen Laufzeit nicht länger als eine halbe Minute ist. Es sind einfache graue Bilder, die aber ein so großes Publikum zu sich zieht, dass der Verkehr manchmal für 15 Minuten stehen bleibt. Jeder spricht über die amerikanischen Wunderbilder in der Váci Straße.
Auf das sich bewegende Wunder wird auch die Presse aufmerksam. Die „Pesti Hírlap” schlägt vor, diese Laufbilder in einem geschlossenen Raum zu zeigen, und dafür Eintrittsgeld zu sammeln. Den Ratschlag folgt Somossá-orfeum zuerst, und er zeigt in seinem Raum mit Hilfe einem deutschen Lehrer Bilder aus der Welt, zuletzt kommt ein Laufbild, was die Abfahrt einem Schiff zeigt.
Die Laufbilder verschwinden in 1896 für längere Zeit, denn es gibt nichts Neues.
Das Londoner, Pariser, Berliner und Wiener „Urania” weckt die Laufbilder wieder zum Leben auf.
Anhand das Berliner und wiener Urania, wird in Ungarn das Urania auch aufgebaut, was sich damals noch an der Kerepesi Straße befand.
Für die Gründung des ersten ungarischen „Kino” waren 7 Leute im Rennen: 1. Somossy Károly, 2. Rémi Róbert, 3. der Besitzer des Vanek Kaffeehauses, 4. Fischer Mór, 5. Kohn Emil, 6. Schwartz Manó, 7.Neumann József und mit ihm Ungerlieder Mór. Sie sind die Doyens des ungarischen Kinos.
An der Kerepesi Straße befand sich das Kaffeehaus von Neumann und Unglieder der „Velence”. das Kaffeehaus wird in 1898 von den Besitzern in einem Kino verwandelt, wo das erste Budapester Kino ihre Aufführungen beginnt. Ein abgeklärtes Programm haben sie noch nicht, aber ihre Plakate verkündigen schon die Folgenden:
Der erste Film darstellte eine Lokomotive, die von dem Parisern Bahnhof abfährt und dahin wiederkehrt. An der Erzsébet-Ringstraße in einem kleinen Labor gelang es, den ersten ungarischen Film herzustellen den „Apolló”, was den selben Qualität hat als die Ausländische.

Die Geschichte des Urania
  • das Gebäude entstand Mitte der 1890'er Jahre
  • damals hieß die Straße noch Kerepesi Str., heute Rákóczi Str.
  • das Gebäude war ursprünglich als ein Orpheum geplant (Vergnügungslokal)
  • Erbauer: Rimanóczy Kálmán , entworfen: Schmal Henrik
  • Formenstruktur der venezianischer Gotik und italienischer Renaissance verknüpft mit den Zierelementen des arabisch-maurischen Architektur (das bedeutendste maurische Gebäude von Budapest)
  • das Orpheum hatte Anfangs den Namen Caprice, später Alhambra
  • dann war es in den Händen von Wanderschauspieler ganz bis Anfang 1899 als das Urania Wissenschaftliches Theater gegründet wurde
  • in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts verbreitete sich weltweit die Bewegung der Lehre für die Bildung der Erwachsenen
  • in 1897 wurde die Uránia Wissenschaftliche Gesellschaft durch die Mittwirkung der MTA entstanden
  • die Gesellschaft veranstaltete regelmäßig Vorlesungen und Vorführungen für die Bürger von Budapest
  • in 1899 wurde das Urania Wissenschaftliches Theater mit Projektionsapparaten für Stand- und später Bewegtbilder ausgestattet
  • der erste ungarische Bewegtfilm von 1901, mit dem Titel „A táncz”= Der Tanz von dem Regisseur Pekár Gyula wurde auf der Dachterrasse von Urania gedreht
  • hinter der Kamera stand Zitkovszky Béla
  • das kulturhistorisches Material zu den Film wurde von 2 Musikgeschichtsforscher zusammengestellt: Pekár Gyula und Kern Aurél
  • in dem Film führen Berühmtheiten, wie Blaha Lujza, Márkus Emília, Pálmay Ilka, Fedák Sári und die Ballerinen von dem Budapester Opernhaus verschiedene Tanzarten vor
  • leider blieb keine einzige Kopie unversehrt, nur der gedruckte Text von der Vorführung und einige Standbilder blieben erhalten
  • von 1916 wechselt Urania auf die Vorführungen von Theaterstücken, die wissenschaftlichen Vorträge werden auf Nachmittag verlegt und mit der Zeit verschwinden sie endgültig von dem Programm
  • in 1930 bricht ein neues Zeitalter an: Pekár Gyula verkauft das Kino an das deutsche Filmfabrik UFA
  • Urania wird auf UFA Palast umbenannt und spielt ausschließlich die Filme des UFA mit großem Erfolg
  • nach dem 2. WK. übernimmt Szovexport den Betrieb
  • in 1945 wurde hier der erste Film nach dem Krieg vorgeführt
  • es handelte von den Kämpfen der Roten Armee
  • später gelang es wieder in den Händen der Ungarn
  • das Kulturelles Ministerium erneuerte das hundertjährige Gebäude in 2002
  • neben den Festsaal für 425 Leute baute man noch 2 Kleinsaale mit 60 Plätzen: 1. Csortos, 2. Fábri
  • 2006 bekam das Kino den Europa Nostra Preis

Die Geschichte des Puskin

  • der Vorfahr des Kinos war Magyar Világ Kávéház und nach dem ersten Weltkrieg diente das Gebäude als Bankhaus
  • in 1926 entstand das Forum Filmtheater, und das wurde von Jenő Deák gegründet. Damals hatte er ein Unternehmen, Általános Mozgóképipari Vállalat, und dieses Unternehmen hat bei der Gründung des Kinos geholfen
  • Die wichtige Erbauer waren: Béla Jánszky, Tibor Szivessy, Sándor Kristián, Oszkár Varga und Jenő Grünberger. Der Chef war Béla Szekrényessy und dieses Kino war das schönste Kino in Europa.
  • am 26. 1926 : Tag der Öffnung. Aber in dieser Zeit spielte das Kino nur Stummfilmen
  • in 1929 wurde Kálmán Pantl der Chef und er suchte Partner zum Leitung des Kinos, das wurde István Gerő und wurde der erste Tonfilm gespielt am 30. September 1929; diese waren: Parasztbecsület und Az éneklő bolond ( Singing Fool)
  • während der zweiten Weltkrieg wurde Kornél Neuhold der Chef und in 1944 das Kino war unter Beeinfluss das Esperia-Filmunternehmen und hier wurden die neue italienische Filmen vorgestellt
  • nach 1948 wurde der Name des Kinos Puskin
  • Heute ist der Budapest Film Rt. die Betreiberfirma des Kinos
  • die technische Rekonstruktion war in 1988 und die Räumen wurden verändert
  • am 15. Oktober 1998 war der Öffnung das neue Puskin-Kino und dazu gehört 3 Räumen: 1. Metropolis Raum mit 225 Plätzen 2. Amarcord Raum mit 72 Plätzen 3. Körhinta Raum mit 68 Plätzen

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